
DIE STADT OHNE JUDEN - Filmvorführung zum Gedenkjahr 1938!
87 min (1924), Stummfilm mit Live-Klavierbegleitung des Virtuosen Gerhard Gruber.
Erstes filmisches Statement gegen den Antisemitismus - erstmals seit 90 Jahren wieder im Kino zu sehen! Regie: Hans Karl Breslauer
Podiumsdiskussion nach der Filmvorführung!
„Die Stadt ohne Juden - Roman von übermorgen“ nannte Hugo Bettauer 1922 seinen Roman, der die damals noch utopische Vorstellung einer Vertreibung der Juden aus Wien beschreibt. Die Verfilmung durch Regisseur Hans Karl Breslauer war 1924 bereits von Störaktionen der Nationalsozialisten begleitet, 1925 wurde Bettauer von einem Nationalsozialisten ermordet. Der Aufstieg der NSDAP in Österreich mit Mitteln des Terrors mündete im sogenannten »Anschluss« 1938. Was folgte, war die Vertreibung und Ermordung der mitteleuropäischen Jüdinnen und Juden im Holocaust.
Der Stummfilm DIE STADT OHNE JUDEN gilt heute als eine der wichtigsten österreichischen Produktionen der Zwischenkriegsjahre. Als erstes filmisches Dokument gegen den Antisemitismus zeigt er in beklemmender Voraussicht die kulturelle und wirtschaftliche Verarmung einer Stadt nach Vertreibung der jüdischen Bevölkerung.
Auszug der Pressestimmen:
[DIE GESCHICHTE] DREHT SICH UM EIN WERK, [...] DAS VON EINER ZUKUNFT ERZÄHLT, DIE ES NOCH GAR NICHT KENNEN KONNTE. ZUGLEICH HANDELT SIE VON EINER WUNDERSAMEN WIEDERENTDECKUNG UND DER RETTUNG DES CINEASTISCHEN ERBES DURCH DAS FILMARCHIV AUSTRIA. - Peter Münch, Süddeutsche Zeitung
WATCHING IT NOW, THE FILM'S SCENES OF THE EXPULSION ARE SOME OF THE MOST HAUNTING AND PRESCIENT. – Bethany Bell, BBC News
‚LOST‘ AUSTRIAN FILM PREDICTING RISE OF NAZISM RESTORED AND RELAUNCHED - Philip Oltermann, The Guardian
RETTET DIESEN FILM! - Thomas Mießgang, Die Zeit
Karten erhältlich im Info Point im Alten Rathaus (Öffnungszeiten: MO-FR 9-13 Uhr/13.30-18 Uhr, SA 9-13 Uhr), bei allen Ö-Ticket Vorverkaufsstellen und an der Abendkasse.
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