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DIE WANDERHURE

Veranstaltung 

Wann:
08.03.2016 19.30 Uhr
Wo:
Stadttheater - Wiener Neustadt
Kategorie:
Theater / Schauspiel

Beschreibung

Wanderhure-9

 


Iny Lorentz

Theaterlust

Inszenierung: THOMAS LUFT
Bühne: ISABELLE KITTNAR (i.V.)
Lichtgestaltung: STEFAN BETTINGER (i.V.)
Musik: GEORG KARGER
Bewegungsarbeit, Choreographie: KATJA WACHTER (i.V)

Mit: 
ANJA KLAWUN u.a.


Es könnte so einfach sein. Marie, Tochter eines reichen Tuchhändlers, liebt Michel. Keine gute Partie, so ein Wirtssohn, aber … Sie könnte weggehen aus Konstanz, nach Köln, wo es jetzt schon, kurz nach dem Jahr 1400, selbständige Frauen gibt. Maries Vater allerdings hat ganz andere Pläne für seine Tochter. Die Frau von Ruppert Splendidus soll sie werden, dem Sohn des Reichsgrafen. Niemals! Stolz schmettert Marie dem ungeliebten Verlobten ihr Nein entgegen. Was sie nicht weiß: Sie und ihr Vater sind Opfer einer Intrige. Plötzlich wird Marie der Hurerei bezichtigt. Sie, die Unschuld selbst! Sie kommt ins Gefängnis, wird vergewaltigt, kommt vors Kirchengericht, beteuert und fleht vergeblich. Ihr Vater, der sie schützen will, wird getötet, Marie am Schandpfahl fast totgeschlagen und dann aus der Stadt gejagt. Aber der Mensch ist ein zähes Wesen. Marie kommt durch und schwört Rache. Nichts wird sie davon abbringen, die, die ihr Leben zerstört haben, zu stellen und zu vernichten. Doch sie – eben noch die ehrbare Bürgerstochter – ist entrechtet und ohne Heimat. Nur als Prostituierte kann sie sich durchbringen, als „Hübschlerin“, als Wanderhure. Aber als Hure hat sie auch Macht – wenn sie geschickt ist und alle ihre Gaben nutzt: ihre Schönheit, ihre Intelligenz und ihren Mut der Verzweiflung. Marie hat nichts mehr. Jetzt will sie Macht und Rache. Wird sie beides bekommen? Hat sie überhaupt eine Chance?

 
 

Veranstaltungsort

Ort:
Stadttheater
Straße:
Herzog Leopold-Straße 17-21
PLZ:
2700
Stadt:
Wiener Neustadt
Land:
Land: at

Beschreibung

stadttheater
Die in der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts errichtete Kirche der Karmelitinnen wurde nach der Profanierung unter Kaiser Josef II. als Theater adaptiert und ist seit 1794 als Stadttheater in Verwendung.
Die bewegte Geschichte des Hauses in der Herzog Leopold-Straße erlebte mehrere Zusammenlegungen mit anderen Bühnen, um wirtschaftlich überleben zu können. Das Stadttheater blieb auch nicht von Skandalen, wie etwa bei der Aufführung von Arthur Schnitzlers „Professor Bernhardi“ im Jahre 1919, verschont.
Dass dieses Theater stets ein großes Anliegen und ein Prestigeobjekt der jeweiligen Stadtverwaltung gewesen ist, beweist die Tatsache, dass es nach dem großen Brand im September 1834 ebenso wie nach der völligen Zerstörung der Stadt im Zweiten  Weltkrieg sofort wieder aufgebaut und bespielt wurde.
Im Stadttheater Wiener Neustadt gastierten u.a. Alexander Girardi, Johann Nepomuk Nestroy, die legendäre Adele Sandrock, Atilla Hörbiger und Oscar Homolka (letzterer spielte mit Marylin Monroe in „Das verflixte siebente Jahr“ und mit Michael Caine in „Begräbnis in Berlin“).
Heute werden im Stadttheater neben Operetten-, Schauspiel- und Konzertzyklen auch Kinder-theaterstücke und seit vielen Jahren Kabarett-Veranstaltungen aufgeführt.